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Börsenlexikon

Ein Basket ist eine Zusammenfassung mehrerer Wertpapiere oder Rohstoffe zu einem Bündel, das als einzelne Handelseinheit gehandelt oder als Grundlage für ein Finanzprodukt dient.

Der Basket ermöglicht es, mehrere Assets gleichzeitig zu kaufen oder zu verkaufen, statt sie einzeln zu handeln. Dies geschieht durch ein Finanzprodukt – etwa einen Exchange Traded Fund (ETF), einen Indexfonds oder ein Basket-Zertifikat – das die Wertpapiere oder Rohstoffe im festgelegten Verhältnis abbildet. Der Privatanleger erwirbt damit Anteile an dem gesamten Bündel, nicht an einzelnen Positionen.

Wie ein Basket funktioniert

Der Inhalt eines Baskets wird vorab definiert. Ein Basket könnte beispielsweise aus fünf Aktien bestehen: Aktie A mit 30 Prozent Gewichtung, Aktie B mit 25 Prozent, Aktie C mit 20 Prozent, Aktie D mit 15 Prozent und Aktie E mit 10 Prozent. Der Wert des Baskets ergibt sich aus der gewichteten Summe aller Komponenten. Steigt Aktie A um 10 Prozent, Aktie B um 5 Prozent und die übrigen bleiben unverändert, erhöht sich der Basket-Wert um etwa 4,25 Prozent (0,30 × 10 % + 0,25 × 5 %).

Bedeutung für Privatanleger

Baskets bieten Diversifikation mit einer einzigen Transaktion. Ein Anleger, der 5.000 Euro investiert, erhält damit Anteile an mehreren Wertpapieren, statt diese einzeln kaufen zu müssen – was Transaktionskosten spart und das Verwaltungsaufwand reduziert. Besonders bei Rohstoff-Baskets (beispielsweise verschiedene Edelmetalle oder Energierohstoffe) ermöglichen sie breite Marktexposition ohne physische Lagerung.

Allerdings birgt ein Basket auch Klumpenrisiken, falls einzelne Komponenten übergewichtet sind oder stark korrelieren. Die Transparenz hängt vom Produkt ab: Bei einem ETF sind Zusammensetzung und Gewichtung tagesgenau einsehbar, bei Zertifikaten sollte der Anleger die Bedingungen genau prüfen.

Verwandte Begriffe

Der Basket unterscheidet sich vom klassischen Index dadurch, dass ein Index eine Benchmark darstellt (etwa der DAX), während ein Basket ein handelbares Produkt ist. Eng verwandt ist auch der Korb im Sinne von Commodity-Baskets, die mehrere Rohstoffe kombinieren. Das Konzept ähnelt zudem dem Portfolio, das jedoch üblicherweise die persönliche Sammlung von Wertpapieren eines Anlegers bezeichnet. Basket-Zertifikate nutzen das Prinzip ebenfalls, kombinieren aber oft mehrere Assets mit strukturierten Komponenten.