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Börsenlexikon

Brokerage ist die Geschäftstätigkeit eines Brokers, der als Vermittler zwischen Käufern und Verkäufern von Wertpapieren und anderen Finanzinstrumenten tätig ist und dafür eine Gebühr erhebt.

Ein Broker stellt Privatanlegern Zugang zu Börsenplätzen und Handelssystemen zur Verfügung, ohne selbst als Eigentümer in die Transaktionen einzutreten. Die Brokerage-Gebühr – auch Maklergebühr oder Courtage genannt – ist die Kompensation für diese Vermittlungsleistung. Sie wird typischerweise als Prozentsatz des Ordervolumens berechnet oder als Pauschalgebühr pro Trade erhoben.

Ein Privatanleger, der 5.000 Euro in eine Aktie investieren möchte, kann dies nicht direkt an der Börse tun. Der Broker nimmt die Order auf, leitet sie an die Börse weiter und sorgt für die Abwicklung. Verlangt der Broker beispielsweise 0,5 Prozent Courtage, so beträgt die Gebühr in diesem Fall 25 Euro. Alternativ könnte der Broker eine Pauschalgebühr von etwa 10 Euro pro Order vorsehen, unabhängig vom Volumen.

Die Brokerage-Gebühren unterscheiden sich erheblich zwischen verschiedenen Anbietern. Traditionelle Filialbanken berechnen häufig höhere Gebühren als Online-Broker, die mit niedrigeren Kostenstrukturen arbeiten. Manche Broker bieten gestaffelte Gebühren an: Bei größeren Ordervolumina sinkt der Prozentsatz. Andere erheben Flatfees, also Pauschalgebühren pro Transaktion, unabhängig von der Größe.

Für Privatanleger ist es wichtig, die Brokerage-Gebühren bei der Wahl des Brokers zu berücksichtigen, da sie die Rendite direkt beeinflussen. Bei häufigen Trades können sich auch kleine Gebühren zu erheblichen Kosten aufsummieren. Allerdings sollten Anleger nicht allein auf die Gebühren achten – auch Leistungsumfang, Handelsplatzangebot, Sicherheitsstandards und Kundenservice spielen eine Rolle.

Die Brokerage ist eng verbunden mit verwandten Konzepten wie der Provision, die ebenfalls eine Gebühr für Vermittlungsleistungen darstellt, und dem Bid-Ask-Spread, der Differenz zwischen Kauf- und Verkaufskurs, durch den Broker ebenfalls Einnahmen generieren. Zudem sind Clearing und Settlement wichtige Prozesse, die nach einer Brokerage-Transaktion ablaufen und die technische Abwicklung sowie die Übertragung von Wertpapieren und Geldmitteln regeln.