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Börsenlexikon

NYSE Amex ist eine amerikanische Wertpapierbörse, die Aktien, Optionen und börsengehandelte Fonds (ETFs) mit geringerer Marktkapitalisierung und Handelsvolumen als an der New York Stock Exchange notiert.

Die Börse entstand aus der Fusion der American Stock Exchange mit der NYSE-Gruppe und firmiert heute unter dem Namen NYSE American. Sie funktioniert als elektronische Handelsplattform, auf der Makler im Auftrag von Anlegern Kauf- und Verkaufsaufträge ausführen. Die Notierungen erfolgen in US-Dollar, und der Handel läuft während der regulären amerikanischen Handelszeiten.

Für Privatanleger ist NYSE Amex relevant, weil dort zahlreiche kleinere und mittlere Unternehmen sowie spezialisierte ETFs gehandelt werden, die nicht die Größe für eine Notierung an der Hauptbörse NYSE haben. Die Börse bietet damit Zugang zu einem breiteren Spektrum von Investitionsmöglichkeiten. Allerdings ist die Liquidität (also die Leichtigkeit, mit der sich Positionen kaufen und verkaufen lassen) typischerweise geringer als an der NYSE. Das bedeutet, dass die Geld-Brief-Spannen – die Differenz zwischen Kauf- und Verkaufskurs – größer ausfallen können. Bei einer Aktie, die an der NYSE Amex notiert, könnte der Geldkurs beispielsweise 9,95 Euro und der Briefkurs 10,05 Euro betragen, während bei einem hochliquiden Wert die Spanne nur 0,01 Euro beträgt.

Anleger müssen beachten, dass eine Notierung an NYSE Amex nicht automatisch ein Qualitätsmerkmal darstellt. Die Börse verfolgt andere Notierungsstandards als die NYSE, die Anforderungen sind aber dennoch streng. Unternehmen müssen Finanzberichte einreichen und Transparenzanforderungen erfüllen.

Der Handel an NYSE Amex erfolgt über regulierte Broker, die Privatanlegern Zugang zu dieser Börse bieten. Die Gebührenstrukturen unterscheiden sich je nach Broker; manche erheben Provisionen pro Trade, andere bieten provisionsfreie Modelle an.

NYSE Amex ist eng verbunden mit Begriffen wie der New York Stock Exchange (die größere Schwester mit höheren Notierungsanforderungen), der NASDAQ (eine weitere große amerikanische Börse mit Schwerpunkt auf Technologieunternehmen), und dem Konzept der Liquidität, das beschreibt, wie schnell und zu welchen Kosten sich Wertpapiere handeln lassen. Auch die Geld-Brief-Spanne ist für das Verständnis von Börsenhandel an kleineren Plätzen zentral.