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Börsenlexikon

Die New York Stock Exchange (NYSE) ist die größte Aktienbörse der Welt nach Marktkapitalisierung, an der Aktien, Anleihen und andere Wertpapiere gehandelt werden und auf der sich der physische Handelsplatz an der Wall Street in Manhattan befindet.

Die NYSE funktioniert als Sekundärmarkt, auf dem bereits emittierte Wertpapiere zwischen Käufern und Verkäufern den Besitzer wechseln. Der Handel findet während der regulären Handelszeiten statt, die sich nach der Eastern Time richten. Privatanleger können über einen Broker, der Zugang zur NYSE hat, Aktien von dort notierten Unternehmen kaufen und verkaufen. Die Börse nutzt ein elektronisches Handelssystem, das Kauf- und Verkaufsaufträge automatisch zusammenführt und zum besten verfügbaren Preis ausführt.

Für Privatanleger ist die NYSE relevant, weil sie Zugang zu einer der liquidesten und reguliertesten Börsen weltweit bietet. Die hohe Liquidität bedeutet, dass Anleger ihre Positionen meist schnell und zu fairen Preisen glattstellen können. Unternehmen, die an der NYSE notiert sind, unterliegen strengeren Offenlegungsanforderungen und Compliance-Regeln als in vielen anderen Märkten, was das Risiko von Betrug und Marktmanipulation senkt. Privatanleger können von dieser Transparenz profitieren, da sie Zugang zu umfassenden Finanzberichten und Geschäftsinformationen haben.

Ein Beispiel: Ein Privatanleger möchte 100 Aktien eines an der NYSE gelisteten Unternehmens kaufen. Der aktuelle Kurs liegt bei 50 Euro pro Aktie. Der Anleger platziert eine Kauforder über seinen Broker. Das elektronische System der NYSE findet einen Verkäufer, der bereit ist, 100 Aktien zu diesem Preis abzugeben. Die Order wird ausgeführt, und der Anleger zahlt 5.000 Euro (100 Aktien × 50 Euro), zuzüglich eventueller Gebühren des Brokers.

Die NYSE unterscheidet sich von anderen großen Börsen wie der NASDAQ, die ebenfalls in den USA ansässig ist und sich stärker auf Technologieunternehmen konzentriert, oder von europäischen Börsen wie der Londoner Stock Exchange oder der Deutschen Börse. Auch der außerbörsliche Handel (Over-the-Counter-Handel) funktioniert anders, da er dezentralisiert stattfindet und weniger reguliert ist als der Börsenhandel.