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Börsenlexikon

Nonvaleur ist eine Aktie oder ein Wertpapier, dessen Kurs dauerhaft gefallen ist und das keine wirtschaftliche Rentabilität mehr aufweist, sodass eine Wertwiederherstellung unwahrscheinlich ist.

Der Begriff stammt aus dem Französischen und bezeichnet Wertpapiere, die ihre Substanz verloren haben. Im Gegensatz zu temporären Kursrückgängen handelt es sich bei einer Nonvaleur um einen strukturellen Wertverlust: Das Unternehmen dahinter ist wirtschaftlich nicht mehr lebensfähig, die Geschäftstätigkeit stellt sich als unhaltbar heraus, oder der Markt für das Produkt ist zusammengebrochen. Der Kurs notiert auf einem Niveau, das nicht mehr die Fundamentaldaten widerspiegelt, sondern nur noch Spekulationen oder eine verbleibende Restliquidität.

Für Privatanleger ist die Unterscheidung zwischen einer vorübergehenden Schwächephase und einer echten Nonvaleur entscheidend. Ein Aktienkurs kann kurzfristig um 30 bis 50 Prozent fallen und sich später erholen – das ist kein Zeichen für eine Nonvaleur. Eine Nonvaleur liegt vor, wenn ein Unternehmen beispielsweise jahrelang operative Verluste macht, seine Marktposition unhaltbar geworden ist und Analysten keine realistische Perspektive für eine Rückkehr zur Profitabilität sehen. In solchen Fällen droht dem Anleger nicht nur weiterer Kursverlust, sondern im extremen Fall der Totalverlust durch Insolvenz.

Das Risiko einer Nonvaleur entsteht häufig durch mangelnde Diversifikation oder durch Festhalten an Positionen, obwohl sich die Fundamentaldaten verschlechtert haben. Anleger, die emotional an einer Position hängen oder auf eine Erholung hoffen, laufen Gefahr, zusätzliches Kapital in ein sinkendes Schiff zu investieren.

Eine praktische Warnung: Wenn ein Unternehmen über mehrere Quartale hinweg Umsatzrückgänge und steigende Schulden verzeichnet, während gleichzeitig die Konkurrenz wächst und der Marktanteil schrumpft, können diese Signale auf eine entstehende Nonvaleur hindeuten.

Verwandte Begriffe sind Penny Stock (sehr niedrig notierte Aktien mit hohem Risiko), Distressed Securities (Wertpapiere von Unternehmen in Schwierigkeiten) und Wertberichtigung (die bilanzielle Anpassung eines Vermögenswerts an seinen tatsächlichen Wert). Auch das Konzept der Werthaltigkeitsprüfung ist relevant, da Anleger regelmäßig überprüfen sollten, ob ihre Positionen noch den Kaufgründen entsprechen.