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Börsenlexikon

Der Schwarze Freitag ist ein Börsentag, an dem die Aktienkurse massiv einbrechen und große Verluste entstehen, typischerweise ausgelöst durch plötzliche Marktpanik oder wirtschaftliche Schockereignisse.

Der Begriff beschreibt einen einzelnen Handelstag oder eine kurze Phase extremer Kursrückgänge. Der Schwarze Freitag unterscheidet sich von einer längerfristigen Baisse dadurch, dass die Verluste konzentriert und oft unerwartungsvoll auftreten. Ein Schwarzer Freitag kann durch verschiedene Auslöser entstehen: finanzielle Krisen, Crashs an anderen Börsen, politische Ereignisse oder Vertrauensverlust in den Markt. Die Panik führt dazu, dass viele Anleger gleichzeitig ihre Positionen abstoßen, was den Kursverfall beschleunigt.

Für Privatanleger ist das Verständnis dieses Phänomens wichtig, um psychologisch gefasst zu bleiben. Wer beispielsweise 10.000 Euro in einen breit streuenden Aktienfonds investiert hat, erlebt an einem Schwarzen Freitag möglicherweise einen Rückgang auf 9.500 Euro oder weniger – ein Verlust von 5 Prozent oder mehr an nur einem Tag. Solche Kurssprünge wirken beängstigend, sind aber für langfristig orientierte Anleger kein Grund zum Verkauf, sondern Teil der normalen Marktvolatilität. Wer in Panik verkauft, realisiert den Verlust und verpasst die typischerweise folgende Erholung.

Auch Anleihenportfolios können betroffen sein, wenn die Marktpanik zu Fluchtbewegungen in sichere Anlagen führt und damit die Renditen volatil werden. Kreditrisiken können sich plötzlich verschärfen, besonders bei Unternehmensanleihen.

Wichtig ist die Unterscheidung zu verwandten Begriffen: Ein Börsencrash ist ein besonders extremer Schwarzer Freitag mit Kursverlusten von 10 Prozent oder mehr an einem Tag. Eine Baisse hingegen ist ein längerfristiger Abwärtstrend über Wochen oder Monate. Ein Bärenmarkt (Bear Market) beschreibt einen noch längeren Zeitraum mit Kursrückgängen von mindestens 20 Prozent vom Höchststand. Ein Schwarzer Montag ist die wochentags-spezifische Variante desselben Phänomens.

Für Privatanleger empfiehlt sich eine diversifizierte Anlagestrategie mit ausreichendem Notgroschen außerhalb der Börse, um nicht in Panik verkaufen zu müssen. Historisch haben sich Märkte nach Schwarzen Freitagen immer wieder erholt – wer durchhält, profitiert davon.