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Börsenlexikon

Der Strike Price (Ausübungspreis) ist der vertraglich festgelegte Preis, zu dem der Inhaber einer Option das zugrunde liegende Wertpapier oder den Basiswert kaufen (Call-Option) oder verkaufen (Put-Option) darf.

Der Strike Price wird bei der Emission der Option festgelegt und bleibt während der gesamten Laufzeit unverändert. Er ist zentral für die Gewinn- und Verlustberechnung, da sich der innere Wert einer Option direkt aus der Differenz zwischen aktuellem Marktpreis des Basiswerts und dem Strike Price ergibt.

Bei einer Call-Option ist der Optionsinhaber profitabel, wenn der Marktpreis des Basiswerts über dem Strike Price liegt. Der Gewinn entspricht der Differenz zwischen Marktpreis und Strike Price, abzüglich der gezahlten Optionsprämie. Bei einer Put-Option verhält es sich umgekehrt: Hier profitiert der Inhaber, wenn der Marktpreis unter dem Strike Price fällt.

Praktisches Beispiel: Ein Privatanleger kauft eine Call-Option auf eine Aktie mit einem Strike Price von 100 Euro und zahlt dafür eine Optionsprämie von 5 Euro. Steigt die Aktie bis zur Fälligkeit auf 115 Euro, hat die Option einen inneren Wert von 15 Euro (115 − 100). Der Nettogewinn des Anlegers beträgt 10 Euro pro Aktie (15 − 5 Euro Prämie). Bleibt die Aktie unter 100 Euro, verfällt die Option wertlos, und der Anleger verliert die gezahlte Prämie von 5 Euro vollständig.

Für Privatanleger ist der Strike Price entscheidend, um die Rentabilität einer Optionsstrategie zu bewerten. Je weiter der Strike Price vom aktuellen Kurs entfernt liegt, desto günstiger ist die Optionsprämie, aber desto unwahrscheinlicher wird die Gewinnzone erreicht. Ein Strike Price nah am aktuellen Kurs ist teurer, bietet aber eine höhere Wahrscheinlichkeit, profitabel zu sein.

Anleger wählen unterschiedliche Strike Prices je nach ihrer Markterwartung und Risikotoleranz. Eine aggressive Strategie nutzt Strike Prices weit aus dem Geld, eine konservative wählt Strike Prices nah am oder im Geld.

Eng verwandte Begriffe sind die Optionsprämie, die der Käufer für das Optionsrecht zahlt, das Verfallsdatum, das den letzten Ausübungstag bestimmt, und der innere Wert, der die unmittelbare Gewinnspanne bei sofortiger Ausübung angibt.