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Börsenlexikon

Umsatz ist die Summe aller Erlöse, die ein Unternehmen in einem bestimmten Zeitraum durch den Verkauf von Waren oder Dienstleistungen erzielt, unabhängig davon, ob die Zahlungen bereits eingegangen sind.

Der Umsatz wird auch als Gesamtleistung oder Erlös bezeichnet und bildet die oberste Zeile der Gewinn- und Verlustrechnung (GuV). Er entsteht durch die Multiplikation der verkauften Menge mit dem Verkaufspreis und wird typischerweise für ein Geschäftsjahr berichtet. Ein Unternehmen kann beispielsweise einen Umsatz von 50 Millionen Euro erzielen, indem es 100.000 Einheiten eines Produkts zu je 500 Euro verkauft.

Für Privatanleger ist der Umsatz ein fundamentales Analyseinstrument, weil er das Geschäftsvolumen und die Marktakzeptanz eines Unternehmens widerspiegelt. Ein wachsender Umsatz deutet oft auf eine steigende Nachfrage hin, während stagnierend oder sinkende Umsätze vor Herausforderungen warnen können. Der Umsatz allein sagt allerdings nichts über die Rentabilität aus: Ein Unternehmen kann hohe Umsätze bei niedrigen oder sogar negativen Gewinnen erzielen, wenn die Kosten zu hoch sind.

Deshalb nutzen Anleger den Umsatz zusammen mit anderen Kennzahlen. Das Verhältnis von Gewinn zu Umsatz wird als Gewinnmarge bezeichnet und zeigt, wie viel Prozent des Umsatzes letztlich als Gewinn verbleibt. Wenn ein Unternehmen 100 Millionen Euro Umsatz erzielt und 10 Millionen Euro Nettogewinn macht, beträgt die Nettogewinnmarge 10 Prozent. Die Umsatzrendite ist damit ein Maßstab für die operative Effizienz.

Auch das Umsatzwachstum ist für Anleger interessant: Es wird berechnet, indem man den Umsatz der aktuellen Periode vom Umsatz der Vorperiode abzieht, das Ergebnis durch den früheren Umsatz teilt und mit 100 multipliziert. Dieses Wachstum wird häufig als Prozentsatz angegeben und mit Branchendurchschnitten verglichen.

Für die Bewertung von Aktien ist auch das Kurs-Umsatz-Verhältnis (KUV) relevant: Es setzt die Marktkapitalisierung eines Unternehmens ins Verhältnis zu seinem Gesamtumsatz. Ein niedriges KUV kann auf eine günstige Bewertung hindeuten, allerdings nur wenn die Profitabilität stimmt.

Der Umsatz unterscheidet sich vom Gewinn, der nach Abzug aller Kosten verbleibt, und vom Cashflow, der die tatsächlichen Zahlungsströme abbildet. Alle drei Kennzahlen sind notwendig für eine vollständige finanzielle Analyse.